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Harms, Thomas: Emotionelle Erste Hilfe. Bindungsförderung. Krisenintervention. Eltern-Baby-Therapie.
                                 Leutner Verlag 2008. ISBN 978-3-934391-40-6

                               „In diesem Buch beschreibt der Psychologe und Körperpsychotherapeut Thomas Harms
                                mit dem Ansatz der „Emotionellen Ersten Hilfe“ erstmals einen neuen Weg, wie Eltern in
                                schwierigen Zeiten nach  der Geburt das emotionale Band zu ihren kleinen und größeren
                                Kindern  wiederfinden und stärken können. Das hier vorgestellte Konzept ist das
Ergebnis
                                einer über 15 Jahre währenden Erfahrung in der praktischen Arbeit mit Eltern und ihren
                                untröstlich weinenden Säuglingen…“

                                Sehr empfehlenswertes Buch, das leicht verständlich und anschaulich  in die Grundlagen und
                                Methode der Emotionellen Hilfe einführt. Mit  vielen Fallbeispielen und kleinen Übungen. Gut
                                geeignet für Eltern, Therapeuten und all diejenigen, die viel mit Eltern und Babies zu tun haben.

Solter, Aletha J.: Auch kleine Kinder haben großen Kummer. Über Tränen, Wut und andere starke Gefühle.
                                  Kösel. ISBN 3-466-30516-0

                                  Sehr empfehlenswertes Buch zum Thema Weinen bei Babies und Kleinkinder. Die Autorin
                                  beschreibt anschaulich die Notwendigkeit des Weinens und die typischen Vermeidungs-
                                  strategien und Kontrollmuster, die bei den meisten Eltern tief verwurzelt sind. Sie ermutigt
                                  die Eltern, ihren Kindern mehr Raum für das Ausdrücken ihrer Gefühle zu geben und gibt
                                  praktische Tipps für die Bewältigung „alltäglicher Krisen“.

                                  Zitat von der Buchrückseite:
„Wenn Babys oder kleine Kinder weinen, schreien, toben oder
                                  um sich schlagen, sind Eltern häufig verunsichert. Oft können sie diese Art von Gefühls-
                                  ausdruck nicht richtig einschätzen und reagieren in der Folge übertrieben heftig oder auch
                                  gar nicht, in der Hoffnung, das Kind werde sich schon wieder beruhigen.
                                 Aletha J. Solter zeigt anhand vieler anschaulicher Beispiele von Kindern im Alter von 0 bis
                                 8 Jahren, dass Weinen und Wutausbrüche notwendig sind , um Stress zu verarbeiten…“
 

Diederichs, Paula, Olbricht, Vera: Unser Baby schreit soviel
                                 Kösel 2002. ISBN 3-466-34456-5

                                 Ein sehr engagiertes Buch von einer Autorin, die selbst “betroffen” war. So beschreibt sie
                                 sehr treffend das Leben und die Anforderungen von Eltern mit stark weinenden Babies,
                                 die zunehmende Stressspirale, in die Eltern und Kind gelangen und die Flut von gutgemeinten
                                 Ratschlägen, die über die Eltern hineinbrechen.
                                 Sie widmet sich ausführlich den möglichen Ursachen für das vermehrte Weinen und dem Thema
                                 Schlafen.
                                 Besonders bemerkenswert ist das Kapitel, das sich mit den körperlichen und energetischen
                                 Auswirkungen des Schreiens auf den Säugling selber beschäftigt und dadurch deutlich macht,
                                 daß auch die Säuglinge unter ihrem Weinen leiden.
                                 Das vorgestellte Konzept bestärkt sie Eltern darin, auf ihre eigene Intuition zu vertrauen, ihre
                                 eigenen Bedürfnisse nicht zu vergessen und die Wahrnehmung ihres eigenen Körpers zu fördern.
                                 Wie in der Emotionellen Ersten Hilfe wird auch in diesem Buch die Atmung als wichtigstes Hilfs-
                                 mittel genutzt, um die Verbindung zwischen Eltern und Kind zu stärken.
                                 Ein wirklich empfehlenswertes Buch.               

Barth, Renate:     Was mein Schreibaby mir sagen will.
                                Beltz Verlag 2008. ISBN  978 3 407 85853 5

                                Beschreibt gut das Leben mit einem Baby, das viel weint. Erklärt einige “Spielregeln” der
                                frühen Kommunikation, sowie Grundbedürfnisse und Regulationsmöglichkeiten der Babies
                                und gibt den Eltern, denen es noch schwer fällt, den ein oder anderen Hinweis, die Signale
                                ihres Babies besser zu verstehen.
                                Der “Leitfaden: So helfen Sie Ihrem schreiendem Baby” geht hingegen nur wenig über die
                                üblichen Strategien hinaus.

Brigitte Hannig:   “Beziehungsweise”; Elternbrief 4; Unruhige Kinder - schlaflose Nächte
                                Ein kleines 60 Seiten starkes Heft, das sich mit den Schlafstörungen von Kindern befaßt.
                                Diese kleine Broschüre
“wird Ihnen “den heißen Tipp” nicht vermitteln, aber in den Ausführungen
                                einen neuen, erweiterten Blick auf die größeren Zusammenhänge der Schlafstörungen
                                ermöglichen. Eine kindliche Schlafstörung ist nur in einem ganzheitlichen Zusammenhang zu
                                betrachten und zu behandeln.”
                                Dem ist nichts hinzuzufügen. Das wirklich lohnenswerte kleine Heft kann über
                                www.brigitte-hannig.de direkt bezogen werden. Dort finden sich auch die anderen, in der Regel
                                sehr guten Veröffentlichungen der Hebamme und Früherziehungsberaterin.

Neufeld, Gordon & Maté, Gabor: Unsere Kinder brauchen uns.
                                Die entscheidende Bedeutung der Kind-Eltern-Bindung. Genius Verlag 2006.

        Nur nicht von dem etwas unglücklichen deutschen Titel abschrecken lassen (engl. Original-
        titel: Hold On to Your Kids. Why Parents Need to Matter More Than Peers.).

        Die Autoren setzen sich in diesem Buch ausführlich mit dem Phänomen der sog.
        Gleichaltrigenorientierung auseinander, die unsere westlichen Kulturen in den letzten Jahrzehnten fast vollständig durchdrungen hat. Kinder und Jugendliche beziehen ihre Werte, Verhaltensvorstellungen und Identität zunehmend aus der Orientierung an Gleichaltrigen. Als Folge wird der familiäre Zusammenhalt geschwächt und elterliche Autorität untergraben.
        Wir Eltern selber unterstützen schon die Kleinsten sehr früh darin, sich an Gleichaltrigen zu orientieren, fördern in hohem Maße ihr Zusammensein und freuen uns darüber, wenn unsere
        Kinder möglichst früh “selbständig” werden.
        Leider entgeht uns dabei in der Regel, dass die Kinder nicht selbständig geworden sind, sondern ihr Grundbedürfnis nach Bindung auf andere, schlimmstenfalls auf Gleichaltrige, verlagert haben.
        So wundern wir uns dann, wenn schon 8-jährige ihre Eltern “peinlich” finden und aufsässig
        werden, und sind verzweifelt, wenn Teenager uns die Tür vor der Nase zuknallen und jegliche
        Kooperation verweigern.

        Ein “Muß” für alle Eltern! Eine Ermutigung, die Bindung zwischen Eltern und Kind zu festigen und
        zu erhalten, um somit unseren Kindern später echte Selbständigkeit zu ermöglichen.